Homepage von Clemens Kurtz
Musik mit MIDI, Keyboard und PC, Recording
MIDI und Audio Sequenzerprogramme

Alle hier genannten Sequenzerprogramme kann ich bedenkenlos weiterempfehlen. XG Works ist das Sequenzerprogramm der Wahl, wenn Sie ein XG kompatibles Gerät besitzen (z.B. PSR Keyboard, MU-Tongenerator, etc.). Cubasis, n-Track Studio oder Magix Music Studio sind die Programme der Wahl, wenn Sie auch Audiobearbeitung mit Effekten machen oder Softwaresynthesizer einsetzen möchten und Geld sparen müssen. MIDI Connections oder Anvilstudio sind Sequenzer für echte Einsteiger, die aber auch ausbaufähig sind. Quartz AudioMaster ist mittlerweile Freeware und einen Test auf jeden Fall wert. Voytera Record Producer ist der Nachfolger von Voytera Digital Orchestrator und ebenfalls ein sehr gutes und günstiges Sequenzerprogramm mit einer langen Historie. Emagic bietet mit dem kostenlosen Sequenzerprogramm Logic FUN eine tolle Möglichkeit, in die Welt des Sequenzings einzusteigen. Logic FUN läuft auch unter Windows, wobei die großen und kostenpflichtigen Versionen von Logic nur auf dem MAC PC laufen. Wer später bei Logic bleiben möchte muss somit von Windows auf MAC OS umsteigen.
Welches Programm Sie letztendlich einsetzen hängt davon ab, wie gut Sie damit zurecht kommen. Auch wenn der Leistungsumfang beim einen oder anderen Programm ähnlich ist, so ist die Bedienung teilweise doch recht unterschiedlich und muss letztendlich von Ihnen selbst bewertet werden.
Zu XG Works gibt es von mir einen sehr ausführlichen Workshop.
Kostenlose Sequenzerprogramme
- Anvilstudio von Willow Software
- Quartz AudioMaster (MIDI- + Audiorecording und Bearbeitung)
- Logic FUN von Emagic
Günstige Sequenzerprogramme
- Cubasis von Steinberg
- XG Works von Yamaha
- Magix Musik Maker
- n-Track Studio
- Voytera Record Producer
- MidiConnections
Oder sehen Sie hier mal nach:
- www.musica.at
... welche Programme kannst du mir empfehlen zu Bearbeitung der XG MIDI Songs und zum Experimentieren mit Softwaresynthesizern und Audio im Hobbybereich ....
Meine Antwort:
... XG Works ist in so fern sehr gut geeignet,da es an XG angepasst wurde. Das hilft dir vor allem beim Abmischen von MIDI Songs. Und das wird wohl überwiegenden die tägliche Arbeit sein. Ansonsten kannst du mit XG Works auch alle anderen MIDI Sachen machen (auch Lyricseingabe, Akkordeingabe, Notenausdruck, etc...).
Cubasis VST ist auch einen Tipp wert und ich würde mir an deiner Stelle auch ruhig mal den Magix Sequenzer (Magix Musik Studio) ansehen.
Die beiden letzten Programme haben die Nase vor XG Works, wenn es um die Einbindung von Audio geht. Wer gerne an Programmen rumschraubt und auch kein Problem hat mit zwei Tools zu arbeiten, dennoch nicht zuviel Kohle ausgeben möchte, dem empfehle ich
- XG Works + Cubasis VST (ab Vers. 5.0) oder
- die Kombi XG Works + Magix Music Studio.
D.h.: XG Works für den MIDI Teil, Cubasis VST oder Magix zum Rumschrauben an Audio + Softwaresynthesizern. Kostet zusammen etwa EUR 130,- und ist für den Hobbymusiker mehr als ausreichend.
Wer es noch günstiger mag, der liest bitte weiter :)
Die Erzeugung von Instrumentalklängen kann über den Soundchip der PC-Soundkarte oder des Synthesizers (festverdrahtet) erfolgen. Dabei sind die Instrumentalsamples im Speicher der Soundkarte oder des Synthesizers abgelegt oder – bei Berechnung der Klangsynthese – als Rechenalgorithmus fester Bestandteil des Synthesizers. Aber es gibt ebenso die Möglichkeit, den PC-Speicher (RAM) als Wavetable-Speicher oder den Hauptprozessor des PCs als Rechner für die Klangsynthese heranzuziehen. In diesem Fall benötigt man eine PC-Software, die diese Aufgaben steuert bzw. berechnet. Diese Programme nennt man Softwaresynthesizer oder Instrumenten-PlugIn (PlugIn = hineinstecken, anschließen).
Ein Softwaresynthesizer ist ein eigenständiges Programm, das Instrumentalklänge mit Hilfe des PCs erzeugt. Ein Softwaresynthesizer als PlugIn ist ein Programmteil, der erst in Verbindung mit einem Hauptprogramm (Master, Host) einsatzfähig ist. Ein typisches Programm zur Verwendung von PlugIns ist Cubase von Steinberg. Das PlugIn wird als Programmteil nachgeladen und stellt dann die Funktion des Synthesizers bereit. Es gibt aber auch PlugIns, die andere Funktionen beinhalten: Die Effekt-PlugIns, zum Beispiel für Reverb, Delay, Echo, Kompressor etc.. Mittlerweile gibt es jede Menge Synthesizer- und Effekt-PlugIns.
Benutzt man einen Teil des Speichers des PCs als Wavetable-Speicher, benötigt man einen Softwaresampler, der diese Klänge abrufen und wiedergeben kann. Der PC wurde im Laufe der letzten Jahre mit Hilfe dieser Technologien zum Synthesizer umfunktioniert. Ganz maßgeblich hat die Firma Steinberg diese Technologie vorangetrieben, Stichwort ASIO bzw. VST-Schnittstelle für PlugIns.
Der Trend geht eindeutig in diese Richtung: Synthesizer, die Geschichte machten und heute nur noch auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich sind, leben als Software wieder auf. Die WAVESTATION von KORG ist das beste Beispiel dafür. Sehr viele Keyboarder gaben damals reichlich Geld für diesen Synthesizer aus. Und auch heute noch ist die WAVESTATION ein gesuchtes Gebrauchtinstrument. Wer jedoch nicht gleich zur Hardware greifen möchte – man hat ja bereits ein Keyboard zu Hause oder es fehlt einfach der Platz – ist mit der Softwarelösung von KORG bestens bedient. Zumal die Softwarelösung in Form der Legacy Collection dem Original in nichts nachsteht.
- Es muss aber nicht gleich alles Geld kosten: Mittlerweile gibt es jede Menge guter Softwaresynthesizer aus der Freeware-Szene (Freeware = kostenlos nutzbare Software). Eine ganz heiße Adresse ist die Internetseite
KVR-VST. Hier findet man neben kostenpflichtigen Softwaresynthesizern und Effekt-PlugIns eine riesige Auswahl an kostenloser Software.
- Kostenlosesr PlugIn Host! Was tun, wenn man kein Sequenzerprogramm hat, das diese Softwaresynthesizer oder Softwareeffektmodule in Form von PlugIns einbinden kann? Zum Glück gibt es die Freewareszene. Auf der Internetseite TOBYBEAR (Tobias Fleischer) gibt es neben einer sehr guten Auswahl an PlugIns auch ein Programm mit dem Namen MiniHost. Mit diesem Programm ist es möglich, Softwaresynthesizer oder Softwareeffekte in Form von PlugIns einzuladen und zu spielen. Man kann u.A. die MIDI-In Schnittstelle angeben und, sofern man ein Keyboard an den PC über MIDI-Schnittstelle angeschlossen hat, diesen Softwaresynthesizer live spielen. Oder man nimmt die Synthesizerwiedergabe gleich als WAVE-Datei mit MiniHost im PC auf. Aber auch Effekt PlugIns können geladen und z.B. über ein an der Soundkarte angeschlossenes Mikrofon live verwendet werden. Weitere Infos zu MiniHost finden Sie auf Tobybears Internetseite.
- Zwei Voraussetzungen sind hier notwendig: Man benötigt einen einigermaßen flotten PC (so ab etwa 1GHz mit min. 256MB Hauptspeicher) und eine Sound- oder Recordingkarte mit ASIO Treibern. Diese Treiber stellen sicher, dass man eine niedrige Latenzzeit erreicht. Ansonsten vergeht vom Anschlag der Keyboardtaste bis zur eigentlichen Klangausgabe über den Softwaresynthesizer einfach zu viel Zeit. Die Latenzzeit der Sound- / Recordingkarte sollte kleiner 15ms betragen. Mit der weit verbreiteten Recordingkarte Delta Audiophile 2496 von M-Audio ist das problemlos möglich.
- ASIO-Treiber habe ich für meine Soundkarte nicht. Was soll ich tun? Wer keine ASIO-Treiber für seine Soundkarte hat, kann sich einen Universal-ASIO-Treiber kostenlos von Michael Tippach (asio4all) herunterladen und installieren. Weitere Infos zu diesem Treiber finden Sie auf Michael Tippachs Internetseite.
- Virtuelles MIDI-Kabel: Auch die MIDI-Verbindung von einem MIDI-Sequenzerprogramm zu dem MiniHost (Softwaresynthesizerplayer) ist mit Hilfe eines virtuellen MIDI-Kabels möglich. Dabei werden die MIDI-Daten des Sequenzerprogramms PC-intern zu MiniHost gesendet und steuern somit den Softwaresynthesizer, der in MiniHost geladen ist, an. Das ist die Lösung für alle, die kein Sequenzerprogramm mit PlugIn-Einbindung haben (z.B. XG Works, Anvilstudio, etc.).
Die benötigte Software, die ein virtuelles MIDI-Kabel zur Verfügung stellt, bekommen Sie hier: Marblesound oder Hubis-Loopback-Device (Infos zu Hubis-Loopback-Device finden Sie auf meiner Homepage, wenn Sie hier klicken.
Hinweis: von Thomas Walter bekam ich den Hinweis, dass es speziell für WIN XP User von Daniel Schmitt ein sehr interessantes Tool zur Realisierung eines virtuellen MIDI-Kabels gibt: LoopBe1. Dieses Tool und weitere Infos dazu finden Sie HIER.
- ASIO, was ist das? ASIO (Audio Stream/ Input/Output) wurde von Steinberg entwickelt und ist ein plattformübergreifendes Mehrfachkanal Audio-Übertragungsprotokoll das von vielen Herstellern von Audio/MIDI Programmen verwendet wird. Es erlaubt diesen Programmen auf die Mehrfachkanalfähigkeiten einer grossen Zahl von Soundkarten zuzugreifen. Das ASIO Interface stellt eine einheitliche Schnittstelle zur Verfügung, über die Audio/MIDI Programme Zugang zu allen verfügbaren Ein- und Ausgängen einer Soundkarte hat. Der Nutzer kann diese Ein- und Ausgänge nach Belieben für Aufnahme oder Wiedergabe mittels ASIO-kompatibler Software nutzen. ASIO ist bewusst auf sehr niedrige Latenzzeiten (Verzögerungszeiten zwischen Anfrage un Ergebnis) ausgelegt - im Gegensatz z.B. zu DirectSound (oder noch älteren Windows API Soundschnittstellen). D.h. der Soundtransport/-zugriff über ASIO läuft schnell ab, und Ergebnisse sind sehr zeitnah an der Anfrage, typischerweise 2-7 ms. Das macht ASIO bei vielen HD-Recording- und Musik-Anwendungen nötig, da es hier darauf ankommt, auf Kommando möglichst schnell - also ohne hörebare Verzögerung - das gewünschte Ergebnis zu hören.
Die Audioaufnahme von MIDI-Songs ist recht einfach. Auch das anschliessende Brennen der Audiotracks auf CD oder die Umwandlung zu einem MP3 Song gelingt Ihnen im Handumdrehen.
- Audioaufnahme und Brennen auf CD: Wie die Audioaufnahme und das Brennen auf CD funktioniert entnehmen Sie bitte dem Auszug aus dem MIDI Workshop (ab Seite 21ff), den Sie hier herunterladen können. Falls Sie Interesse am kompletten MIDI Workshop haben klicken Sie bitte auf diesen Link. Hier können Sie den MIDI Workshop bestellen.
- Die einfachste Lösung: Falls Sie kein Sequenzerprogramm haben oder ein reines MIDI Sequenzerprogramm ohne Audioaufnahmefunktion besitzen, ist die Aufnahme der MIDI Spuren als Audiodatei ebenfalls problemlos möglich. Dazu benötigen Sie allerdings ein separates Audio-Recordingprogramm. Zum Beispiel das kostenlose Programm
Audacity. Dieses Programm öffnen Sie parallel zum MIDI Sequenzer oder MIDI Player. Im einfachsten Fall ist das der Windows Media-Player, mit dem Sie den MIDI Song abspielen. Während der MIDI Song zum Beispiel über Ihr Keyboard oder Ihren Soundexpander abgespielt wird, nehmen Sie die Audiowiedergabe über Line-In Ihrer Sound- oder Recordingkarte auf. Wie Sie Ihr Equipment zu diesem Zweck miteinander verbinden entnehmen Sie bitte dem Auszug aus dem MIDI Workshop (Link siehe oben). Bitte achten Sie auch hier auf die richtige Auspegelung der Line-In Audiosignale. Digitale Aufnahmen reagieren empfindlich auf Übersteuerung. Dabei kann es zu häßlichen Verzerrungen der Audioaufnahme kommen. Das an Line-In anliegende Audiosignal sollte die 0dB Marke nicht überschreiten. Die neueste Version von Audacity besitzt allerdings Pegelanzeigen für Line-In und Line-Out. Diese Anzeigen erleichtern Ihnen das Auspegeln.
- WAVE-Audio wird MP3: Die Wandlung in einen MP3 Song erledigen Sie ebenfalls mit Audacity. Auf der Internetseite von Audacity gibt es auch einen Link zum Download des kostenlosen MP3 Encoders Lame.
- Kostenloser MP3 Encoder: Sie können diesen Encoder aber auch
hier herunterladen. Lame benötigen Sie zum Encodieren der mit Audacity aufgenommenen bzw. geladenen Audiotracks (*.wav Dateien) in das MP3 Format (*.mp3 Dateien).
- Die Alternative: Eine, wenn auch nicht kostenlose, Alternative ist das Programm myMP3PRO von Steinberg. Mit myMP3PRO können Sie Musik wiedergeben, konvertieren, organisieren, auf CD oder DVD brennen oder auf einen tragbaren MP3-Player überspielen. Allerdings benötigt man hier zur Wandlung von Audioaufnahmen in MP3 Songs den kostenpflichtigen mp3PRO-Encoder, den Sie hier kaufen können (MP3 PRO Update Patch). Dieser Patch bietet unbegrenzten MP3PRO-Export für myMP3PRO 4.0/5.0.